04.03.2008 (kobinet/bsk-cr) Berliner Eltern behinderter Kinder haben sich heute mit Protestbriefen an kobinet gewandt, weil dringend benötigte Schulhelferstunden gestrichen wurden und das Recht ihrer Kinder auf gleiche Bildung gefährdet ist. Bei weiteren Kürzungen, die schon am 12. März beschlossen werden sollen, müssten viele Eltern aufhören zu arbeiten.
Die Eltern empfinden es als ungeheuerlich, dass unter den Fahnen einer rot-roten Landesregierung ausgerechnet bei behinderten Kindern angefangen wird zu sparen. "Behinderten Kindern wurden dringend benötigte Schulhelferstunden gekürzt/gestrichen. Die Schule kann die Beschulung ohne diese Schulhelfer nicht leisten: die Folge ist, dass unsere Kinder weniger Zeit in der Schule verbringen, als ihnen rechtsmäßig zusteht", so die Elternsprecherin der Carl-von-Linné-Förderschule und Mutter eines 8-jährigen Autisten. Die Schulhelfer seien hochqualifiziertes Personal, das nicht ersetzt werden könne: ohne sie lernen die Kinder nicht.
Die Eltern befürchten bei weiteren Kürzungen, dass Familien mit behinderten Kindern noch mehr aus Gesellschaft und Arbeitsleben ausgegrenzt werden. In ökonomischer Hinsicht, so warnen sie, seien die Sparmaßnahmen langfristig kontraproduktiv. Die Berliner Elterngruppe autistischer Kinder hat eine Webseite des Protests gegen Kürzungen bei Schulhelfern eingerichtet. Hier wird die Öffentlichkeit über den Verlauf des Protestes gegen geplante Kürzungen und Umstrukturierungen in der Beschulung behinderter Kinder in Berlin aktuell informiert.
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