Jugend

Rollstuhltrainigskurse für Kinder und Jugendliche

Ein neues Angebot des BSK und seines Kooperationspartners gGFiS

Der neue Kooperationspartner: gGFiS

Nach Vorgesprächen im vergangenen Jahr besteht nun eine Kooperation zwischen dem BSK und Holger Kranz mit seinem Team von der gGFiS (gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des integrativen Sports mbH). Die gGFiS bietet seit längerer Zeit Rollstuhltrainingskurse für Kinder und Jugendliche an, die mehr oder weniger auf ihren Rollstuhl angewiesen sind. Somit hat der BSK hier einen kompetenten, erfahrenen Kooperationspartner an seiner Seite.

Die Rollstuhltrainigskurse

Die Trainingskurse können an Wochenenden bundesweit vor Ort stattfinden. Feste Termine hierzu gibt es bereits in Gutach bei Emmendingen im Breisgau, in Karlsruhe und in Ulm (siehe unten). Die Zahl der Kursteilnehmer ist an den jeweiligen Wochenenden auf 7 Kinder und Jugendliche begrenzt, um eine individuelle Betreuung gewährleisten zu können. Mit dabei und gefragt ist jeweils mindestens 1 Elternteil. Die Kurse helfen den Kindern und Jugendlichen, mehr Sicherheit beim Fahren in den unterschiedlichsten Situationen zu erlangen:

  • etwa auf weichem oder steinigem Untergrund
  • sowie auf schiefen und geraden Flächen
  • oder beim Überwinden von Hindernissen.

Holger Kranz mit Teilnehmer auf der schiefen Ebene im PArcours

Auch die richtige Fahrtechnik in solchen Situationen wird geübt. Zudem bekommen die Eltern einen neuen Blick für das Können ihrer Kinder und die Herausforderungen, denen sie sich stellen. Alle sitzen im Rollstuhl und sind aktiv mit dabei, Zuschauer gibt es keine. Holger Kranz stellt die Kursinhalte sehr individuell zusammen – je nach Bedürfnissen und Fähigkeiten der Teilnehmer. So kann vorkommen, dass das Programm erst am Abend vorher zusammengestellt oder gar an dem Wochenende noch einmal geändert wird.

Learning by Doing

Slalom fahren und Dosen werfen

Das Üben und Lernen geschieht in einer sehr lockeren, warmherzigen Atmosphäre, Spiel- und Übungsphasen wechseln sich ab. Die Pausen werden ebenfalls auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt. Sonntags besteht meist die Möglichkeit, die eine oder andere Rollstuhlsportart kennenzulernen und sich darin zu versuchen. Neben dem Erwerb von mehr Sicherheit und besserer Fahrtechnik können die Kinder und Jugendlichen ihre sozialen Fähigkeiten erweitern. So gilt es, sich gegenseitig zu ermutigen, Rücksicht zu nehmen und auch mal zurückzustecken, um jemand anderem ein Erfolgserlebnis zu ermöglichen. Und die Eltern erleben nicht nur, welchen Herausforderungen sich ihre Kinder stellen, sie haben auch Zeit sich untereinander auszutauschen.

Die Teilnahmegebühr in Höhe von 125 Euro beinhaltet

  • die dreitägige Kursgebühr,
  • Trainingsmaterialien,
  • Sportgeräte (unter anderem die Rollstühle für die Fußgänger,
  • umfangreiches Informationsmaterial,
  • Hilfestellungen bei der Hilfsmittelversorgung
  • und mindestens einen Vortrag.

Die Gebühr gilt jeweils für ein Kind mit einem Elternteil.

Premiere:

Das Wochenende in Gutach vom 8. bis 9. März 2008

Die Wochenendkurse beginnen ist in der Regel samstags um 10:00 Uhr, so auch am ersten Kurstag in Gutach: Nach einer lockeren Kennenlernrunde spielten die Teilnehmer „Komm mit, fahr weg“: Dabei saßen auch die Fußgänger im Rollstuhl, wobei die Kinder einen deutlichen Fahrvorteil gegenüber den Fußgängern hatten. Kurven fahren ist gar nicht so einfach! Es folgte ein kleines Geschicklichkeitsspiel mit Slalomfahren und Dosenwerfen. Hier zeigten sich bereits die ersten Lernerfolge der einzelnen Teilnehmer. Nach der spielerischen Aufwärmphase und folgten die verschiedenen Übungseinheiten, jeweils unterbrochen durch Pausen.

Auf dem Programm standen unter anderem:

Holger Kranz mit Teilnehmer auf der Wippe im Parcours

  • einzelnes Vorfahren,
    die richtige Fahrtechnik beim Vorwärts und Rückwärtfahren
    sowie der Rolliparcours mit schiefer Ebene,
    Stolperkanten,
    wackeligem Untergrund,
    Wippe,
    Bordsteine hinauf- und wieder hinunterzurollen
    sowie über Gras, über Kiesel und Erhebungen zu fahren.

Auch eine Runde Spielen war angesagt, bevor sich die Eltern zu einer von der BSK-Jugendreferentin Carola Rennstich moderierten Informationsrunde einfanden während sich Begleiter Daniel um die Kinder kümmerte. Gegen 20:00 Uhr freuten sich alle über den gelungenen ersten Tag.

Rollitanz mit Jule Heil von Rehability

Am Sonntag traf man sich Sonntag Vormittag war noch einmal Üben im Parcours angesagt, für den Nachmittag hatten sich Gäste angekündigt: Jule Heil von der Firma Rehability übte mit den Teilnehmern (Rollstuhl-)Tanz. Nach einer Pause konnten sich alle beim Rollstuhlrugby austoben, was den Beteiligten sichtlich viel Spaß machte.Und vielleicht hat sich auch schon der Nachwuchs für die neugegründete Freiburger Rugbymannschaft gefunden...

Video-Clip Mobilitätstraining:

Weitere Termine

Die nächsten Termine findet ihr in den nächsten Wochen an dieser Stelle.

Kontakt:

Gesellschaft zur Förderung des integrativen SportsmbH, Holger Kranz, Telefon 0173 4031688 und oder beim BSK e.V.:

Carola Rennstich, Telefon 06294 428143 und

Carola Rennstich

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